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Die Erbschaftsteuer zählt seit Langem zu den umstrittensten Bereichen der britischen Steuerpolitik. Zwar wird sie derzeit nur von einer Minderheit der Nachlässe gezahlt, doch aufgrund eingefrorener Freibeträge, steigender Immobilienwerte und anstehender umfassender Reformen werden in den kommenden Jahren mehr Familien betroffen sein.
Dieser Artikel erläutert die neuesten Änderungen im Erbschaftsteuerrecht, wobei der Schwerpunkt auf den neuen wohnsitzbezogenen Regeln, den Freibeträgen und den Rentenreformen liegt und was diese für die Nachlassplanung in Großbritannien bedeuten.
Eine der wichtigsten Reformen ist die Abkehr vom traditionellen, auf dem Wohnsitz basierenden System. Ab dem 6. April 2025 richtet sich die Erbschaftsteuer nach dem Aufenthaltsstatus einer Person im Vereinigten Königreich und nicht mehr nach ihrem Wohnsitz.
Diese Reform betrifft insbesondere international mobile Familien und Nicht-Domizilierte, die sich bisher bei der Steuerplanung auf die Domizilregeln verlassen haben.
Seit Jahrzehnten sind die Steuerbefreiungen für landwirtschaftliche Betriebe (Agricultural Property Relief, APR) und für betriebliche Betriebe (Business Property Relief, BPR) von entscheidender Bedeutung für Familienbetriebe und Unternehmen, da sie diese Vermögenswerte oft vollständig aus der Erbschaftsteuer herausnehmen.
Ab April 2026 werden diese Hilfen begrenzt sein:
Diese Änderung könnte die Steuerlast für größere Familiengüter, landwirtschaftliche Betriebe und inhabergeführte Unternehmen erhöhen. Bauernverbände haben bereits gewarnt, dass die Maßnahme zu Vermögensverkäufen oder Umstrukturierungen führen könnte.
Ab dem 6. April 2027 werden nicht genutzte Pensionsgelder und Sterbegeldleistungen für Zwecke der Erbschaftsteuer in den steuerpflichtigen Nachlass einbezogen.
Diese Reform dürfte zehntausende Familien betreffen, wobei die britische Steuerbehörde HMRC schätzt, dass viele Nachlässe mit neuen durchschnittlichen Kosten von rund 34.000 Pfund konfrontiert sein werden.
Schon vor diesen Reformen zahlen mehr Nachlässe Erbschaftsteuer, weil die wichtigsten Freibeträge eingefroren bleiben:
Diese Schwellenwerte wurden bis mindestens April 2028 eingefroren, wodurch mit steigenden Immobilien- und Vermögenswerten mehr Nachlässe in das Netz der Erbschaftsteuer fallen.
Diese Änderungen unterstreichen die Bedeutung einer vorausschauenden Nachlassplanung. Folgende Schritte könnten dabei zu berücksichtigen sein:
Großbritannien wird zu einem wohnsitzbasierten Steuersystem übergehen, bei dem langfristig ansässige Personen auf ihr weltweites Vermögen besteuert werden.
Ja, ab April 2027 werden die meisten nicht genutzten Pensionsgelder Teil des Nachlasses und unterliegen der Erbschaftsteuer.
Ab April 2026 ist die 100%ige Entlastung auf 1 Million Pfund begrenzt, darüber hinaus beträgt die Entlastung 50%.
Nein, sie bleiben bis mindestens 2028 bei 325.000 £ (NRB) bzw. 175.000 £ (RNRB) eingefroren.
Die jüngsten Erbschaftsteuerreformen stellen einige der bedeutendsten Änderungen seit Jahrzehnten dar. Obwohl sie auf eine Modernisierung des Systems abzielen, werden sie die Steuerbelastung für viele Familien erhöhen, insbesondere für diejenigen mit landwirtschaftlichen Betrieben, Unternehmen oder beträchtlichen Altersvorsorgevermögen.
Wenn Sie betroffen sein könnten, ist es unerlässlich, Ihre Pläne frühzeitig zu überprüfen und sich von einem Experten für Nachlassplanung oder Steuern beraten zu lassen.
Simon Thandi
Thandi Nicholls Ltd
Creative Industries Centre
Glaisher Drive
Wolverhampton
West Midlands
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